Taufe – Ein Anfang, der bleibt
Die Taufe ist mehr als ein schönes Ritual mit Wasser und Kerze. Sie ist ein Zeichen von Gottes Liebe und Zugehörigkeit. Wer getauft wird, hört: „Ich kenne dich beim Namen – du bist mein.“
In der evangelischen Kirche ist die Taufe ein Ja Gottes zum Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebensweg. Sie markiert einen Neubeginn: ein Leben unter Gottes Segen.
Gleichzeitig sagen Eltern, Paten oder die Getauften selbst: „Ja, wir vertrauen Gott und wollen im Glauben wachsen.“
Die Taufe verbindet uns mit der weltweiten Gemeinschaft der Christen. Sie erinnert uns daran, dass wir nicht allein unterwegs sind – Gott geht mit. Jeden Tag. Ein Leben lang.
Ein besonderes Erlebnis ist die Seetaufe im Schwielochsee unter freiem Himmel und mitten in Gottes Schöpfung in Goyatz an der Seebühne.
Wir freuen uns, diesen besonderen Schritt mit Ihnen oder euch zu feiern!
Sprechen Sie uns einfach an oder schreiben Sie eine E-Mail ans Pfarramt – wir beraten, planen und begleiten Sie gerne.
Ein sorbisch-wendischer Brauch lebt wieder auf
In Zaue wurde ein alter, fast vergessener Brauch wiederbelebt: das Pingeltuch. Tief verwurzelt in der sorbisch-wendischen Tradition der Niederlausitz, verbindet dieser Brauch Taufe, Patenschaft und Osterfreude auf besondere Weise.
Zur Taufe erhält der Täufling von der Gemeinde ein Pingeltuch – ein festlich gefaltetes Tuch, in dem eine kleine Gabe, die sogenannte Taufgabe, überreicht wird. Jedes Jahr zu Ostern machen sich die Kinder mit ihrem Tuch auf den Weg zu ihren Paten, um dort zu „pingeln“ und ihr Patenpingel abzuholen – kleine Gaben wie bunte Ostereier, Süßigkeiten oder das traditionelle Kreuzbrot, das an die christliche Bedeutung des Festes erinnert. So wird ein Stück sorbisch-wendischer Kultur lebendig, verbunden mit dem Glauben, dass aus alten Wurzeln neues Leben erwächst.
Die Patenschaft ist damit nicht nur formale Pflicht, sondern gelebtes Versprechen. Das Pingeltuch symbolisiert Schutz und Zusammenhalt: Es umhüllt die Gabe und macht die Verbindung zwischen Paten, Patenkind und Kirche sichtbar.






